Die HBSC-Studie in der Schweiz

Ziele der Studie

Die Schweizer HBSC-Studie erfragt verschiedene Aspekte des Gesundheitsverhaltens und der Lebensstile von Schulkindern des 5. bis 9. Schuljahres (7. bis 11. Jahr HarmoS), die grösstenteils 11 bis 15 Jahre alt sind. Sie wird alle vier Jahre auf der Grundlage einer repräsentativen nationalen Stichprobe durchgeführt und erlaubt es so, die aktuelle Gesundheitssituation der Schülerinnen und Schüler einzuschätzen sowie ihre Entwicklung über die Zeit zu beobachten (Trend).

Die Schweizer HBSC-Studie trägt beim Aufbau der statistischen Abbildung der Gesundheit der Schweizer Bevölkerung bei. Die Studie bietet somit Bund und Kantonen wichtige Anhaltspunkte für die Gesundheitspolitik sowie für die Gesundheitsförderung im Schul- und Freizeitbereich. Auch für die Ausarbeitung von nationalen und kantonalen Präventionsmassnahmen ist die Studie eine wichtige Grundlage. Die HBSC-Studie stellt insbesondere eine wichtige Datenquelle für die Nationale Strategie Sucht und die Nationale Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten dar.

Nach 1986, 1990, 1994, 1998, 2002, 2006, 2010 und 2014 führt Sucht Schweiz die Schweizer HBSC-Studie 2018 zum neunten Mal durch. Die Studie wird vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und den Kantonen finanziell unterstützt.

Im Rahmen der nationalen HBSC-Studie hat jeder Kanton die Möglichkeit, eine kantonale Studie in Auftrag zu geben, die eine Analyse auf Kantonsebene und einen Vergleich mit den Resultaten der gesamten Schweiz ermöglicht.

Grundgesamtheit der Studie und Methode

Die Grundgesamtheit besteht dabei aus allen Schulklassen des  5., 6., 7., 8. und 9. Schuljahres (7. bis 11. Jahr HarmoS) an öffentlichen Schulen in der Schweiz. Die Zufallauswahl der Schülerinnen und Schüler erfolgt geschichtet nach Kantonen und Schulstufen mittels einer sogenannten Klumpenstichprobe (cluster sampling), wobei die Schulklassen Primäreinheiten und die Schülerinnen und Schüler Sekundäreinheiten bilden.

Für die nationale Studie 2014 wurden 734 Klassen des 5. bis 9. Schuljahres (7. bis 11. Jahr HarmoS) aus der ganzen Schweiz zufällig ausgewählt, woraus 630 Klassen teilnahmen und einer  Beteiligungsquote von 85.8% entspricht. Die endgültige nationale Stichprob umfasst somit ca. 10'000 Schülerinnen und Schülern im Alter von 11 bis 15 Jahren. In Kantonen, die eine kantonale Studie in Auftrag gegeben hatten, wurde die Stichprobe auf mindestens 105 Klassen erhöht (oversampling).

Der Fragebogen der HBSC-Untersuchung in der Schweiz basiert einerseits auf internationalen Fragen, die von Expertenteams aus den teilnehmenden Ländern entwickelt werden, andererseits auf nationalen Fragen, die hinzugefügt werden, um bestimmte Bereiche detaillierter zu erfassen. Aus ethischen Gründen und um jüngere Schulkinder nicht zu überfordern, werden einige Fragen (insbesondere jene bezüglich des Gebrauchs illegaler Substanzen und der Sexualität) nur Schülerinnen und Schülern des 8. und 9. Schuljahrs (10. und 11. Jahr HarmoS; d.h. grösstenteils 14- und 15-Jährige) gestellt.

Die Befragung erfolgt im Klassenverband während einer normalen Unterrichtsstunde. Sie beruht auf Freiwilligkeit und Anonymität der teilnehmenden Schülerinnen und Schülern.

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