|
Letzte Aktualisierung 13 Mai 2013 |
Die HBSC-Studie in der Schweiz
Population und Ziele Die Schweizer HBSC-Studie umfasst verschiedene Aspekte des Gesundheitsverhaltens und der Lebensstile von Schulkindern der 5. bis 9. Klasse (grösstenteils 11- bis 15-Jährige). Sie wird alle vier Jahre durchgeführt und erlaubt eine umfassende und repräsentative Gesundheitsbilanz der Schülerinnen und Schüler in der Schweiz sowie einen Vergleich zu den Entwicklungen in den Vorjahren. Sie bietet somit wichtige Anhaltspunkte für die Gesundheitspolitik sowie für gezielte Gesundheitsförderung im Schul- und Freizeitbereich. Auch für die Ausarbeitung von Präventionsmassnahmen ist die Studie eine wichtige Grundlage. Nach 1986, 1990, 1994, 1998, 2002 und 2006 führt Sucht Schweiz (ehemals Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme) die Schweizer HBSC-Studie 2010 zum siebten Mal durch. Sie wird dabei vom Bundesamt für Gesundheit und den Kantonen unterstützt. Im Rahmen der nationalen HBSC-Studie haben die Kantone die Möglichkeit, eine Zusatzauswertung in Auftrag geben, die eine Analyse auf Kantonsebene und einen Vergleich mit den Resultaten der gesamten Schweiz ermöglicht. Die Nächste Studie wird Anfang 2014 durchgeführt.
Methode Die Auswahl der Schülerinnen und Schüler erfolgt geschichtet nach Kantonen mittels einer sogenannten Klumpenstichprobe (cluster sampling), wobei die Schulklassen Primäreinheiten und die Schülerinnen und Schüler Sekundäreinheiten bilden. Die Grundgesamtheit bilden dabei alle Schulklassen des 5., 6., 7., 8. und 9. Schuljahres an öffentlichen Schulen in der Schweiz. Für die nationale Studie werden ca. 700 Klassen der 5. bis 9. Stufe aus der ganzen Schweiz zufällig ausgewählt, woraus sich eine Stichprobengrösse von ca. 10'000 Schülerinnen und Schülern ergibt. In Kantonen, die eine Zusatzauswertung in Auftrag geben, wird die Stichprobe auf mindestens 75 Klassen erhöht (oversampling). Der Fragebogen der HBSC-Untersuchung in der Schweiz basiert einerseits auf internationalen Fragen, die von einem Expertenteam aus den teilnehmenden Ländern entwickelt werden, andererseits auf nationalen Fragen, die von Sucht Schweiz hinzugefügt werden, um bestimmte Bereiche detaillierter zu erfassen. Aus ethischen Gründen und um jüngere Schulkinder nicht zu überfordern werden einige Fragen (insbesondere jene bezüglich des Gebrauchs illegaler Substanzen und der Sexualität) nur Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klasse gestellt (d.h. den mehrheitlich mindestens 14-Jährigen). Die Befragung erfolgt auf Klassenbasis während einer normalen Unterrichtsstunde. Sie beruht auf Freiwilligkeit und totaler Anonymität der teilnehmenden Schülerinnen und Schülern.
Folgende Publikationen präsentieren die Resultate vom Jahr 2010:
Windlin, B., & Delgrande Jordan, M. (2013). Multipler Substanzkonsum - Systematische Zusammenstellung von Prävalenzen bei 11- bis 15-jährigen Jugendlichen in der Schweiz. Resultate der internationalen Studie «Health Behaviour in School-aged Children» (HBSC) 2010 (Forschungsbericht Nr. 66). Lausanne: Sucht Schweiz. (Herunterladen)
Kuntsche, E., & Delgrande Jordan, M. (Eds.). (2012). Gesundheit und Gesundheitsverhalten Jugendlicher in der Schweiz. Ergebnisse einer nationalen Befragung. Bern: Verlag Hans Huber. (Bestellen)
Ein ähnliches Buch ist auch auf Französisch erschienen: Delgrande Jordan, M., & Kuntsche, E. (Eds.). (2012). Comportements de santé des jeunes adolescents en Suisse. Les résultats d'une enquête nationale. Chêne-Bourg: Editions Médecine & Hygiène. (Bestellen)
Der Forschungsbericht kann hier herungergeladen werden.
Der internationale HBSC Bericht, welcher u.a. ein Einordnen der Schweizer Resultate in den Kontext der anderen teilnehmenden Ländern ermöglicht, ist Anfang Mai 2012 veröffentlicht worden und kann hier heruntergeladen werden. |